Neues Innenleben aus Kunststoff

200.000 Euro-Baustelle auf der Kläranlage Schönebeck abgeschlossen / Sogenannter Eindicker für Klärschlamm saniert

Auf der Kläranlage Schönebeck (Elbe) ist vor Weihnachten noch eine Großbaustelle beendet worden. Der sogenannte Eindicker wurde saniert. Ein Bauwerk, dass vor allem für die Beschaffenheit des Klärschlamms von immenser Bedeutung ist.

„Im Eindicker“, informiert Mike Dragon, „wird der Primärschlamm aus der Vorklärung in seiner Konsistenz verändert – ihm wird Wasser entzogen. Über das Krählwerk, eine Art Trichter, gelangt der Schlamm nach unten, das Wasser läuft über eine Rinne oben heraus und wird wieder in das Belebungsbecken geleitet, weil es sehr nährstoffreich ist. All das passiert, bevor der Schlamm in den Faulturm kommt, wo er die Basis für die Gewinnung von Strom und Wärme bildet.“

Seit Ende Oktober ist der Eindicker, der ein Fassungsvermögen von 500 Kubikmetern hat, außer Betrieb. Für die Mitarbeiter um den Gruppenleiter bei der Veolia Wasser Deutschland GmbH am Standort Schönebeck eine echte Herausforderung. Denn der Schlamm müsse trotz allem behandelt werden. Das sei in den vergangenen Wochen mit Provisorium erfolgt. Nun ist man beim Betriebsführer der Kläranlage froh, dass der sanierte Eindicker wieder vollumfänglich zur Verfügung steht.

„An dem Bauwerk hatten sich im Beton durch Korrosion über die Jahre kleinere Risse gezeigt. Dadurch haben wir mitbekommen, dass eine Sanierung dringend geboten ist“, erklärt Mike Dragon. Der Eindicker erhielt in den vergangenen Wochen ein komplett neues Innenleben und zwar aus glasfaserverstärktem Kunststoff, der resistenter ist als herkömmliche Beschichtungen. 2005 ist das sechs Meter hohe Bauwerk mit einem Durchmesser von rund zehn Metern das letzte Mal saniert worden.

Die Abwasserentsorgung Schönebeck GmbH, die Kooperationsgesellschaft der Stadt Schönebeck (Elbe) und Veolia, investierte rund 200.000 Euro.

Kläranlage Schönebeck (Elbe)

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